Bund Deutscher
Schiedsmänner und Schiedsfrauen e.V. – BDS –
Bezirksvereinigung Kaiserslautern/Landau/Zweibrücken

Schiedsamtsordnung (SchO)

<font face="arial" size="2">Schiedsamtsordnung (SchO)</font>

<font face="arial" size="2">in der Fassung vom 12. April 1991, GVBl 1991, S. 209<br>Zuletzt geändert durch Gesetz vom 21.7.2003, GVBl. 2003, S. 155</font>

<font face="arial" size="2">Inhaltsübersicht</font>

<font face="arial" size="2">Erster Teil<br></font><font face="arial" size="2">Schiedsamt</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;1</font>

<font size="2" face="arial">Einrichtung der Schiedsamtsbezirke</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;2</font>

<font size="2" face="arial">Aufgaben der Schiedspersonen</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;3</font>

<font size="2" face="arial">Schiedsamt</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;4</font>

<font size="2" face="arial">Besondere Voraussetzungen für die Ernennung zur Schiedsperson</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;5</font>

<font size="2" face="arial">Bestellung der Schiedsperson</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;6</font>

<font size="2" face="arial">Besondere Beendigungsgründe für das Beamtenverhältnis der Schiedsperson</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;7</font>

<font size="2" face="arial">Vertretung der Schiedsperson</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;8</font>

<font size="2" face="arial">Kostenträger</font>

 

<font face="arial" size="2">Zweiter Teil<br></font><font face="arial" size="2">Aufgaben der Schiedsperson<br><br></font><font face="arial" size="2">Erster Abschnitt<br></font><font face="arial" size="2">Sühneversuch in Strafsachen</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;&nbsp;&nbsp;9</font>

<font size="2" face="arial">Sachliche Zuständigkeit</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;10</font>

<font size="2" face="arial">Örtliche Zuständigkeit</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;11</font>

<font size="2" face="arial">Ausschließung von der Amtsausübung</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;12</font>

<font size="2" face="arial">Befreiung vom Sühneversuch</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;13</font>

<font size="2" face="arial">Antrag auf Sühneversuch</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;14</font>

<font size="2" face="arial">Ladung zum Sühnetermin</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;15</font>

<font size="2" face="arial">Ausbleiben des Antragstellers</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;16</font>

<font size="2" face="arial">Ausbleiben des Antragsgegners</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;17</font>

<font size="2" face="arial">Ordnungsgeldbescheid, Rechtsmittel</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;18</font>

<font size="2" face="arial">Verhandlung</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;19</font>

<font size="2" face="arial">Vertretung durch Bevollmächtigte</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;20</font>

<font size="2" face="arial">Beistände der Parteien</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;21</font>

<font size="2" face="arial">Zeugen und Sachverständige</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;22</font>

<font size="2" face="arial">Vergleich</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;23</font>

<font size="2" face="arial">Genehmigung der Niederschrift</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;24</font>

<font size="2" face="arial">Unterzeichnung der Niederschrift</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;25</font>

<font size="2" face="arial">Protokollbuch</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;26</font>

<font size="2" face="arial">Recht auf Ausfertigung oder Abschrift</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;27</font>

<font size="2" face="arial">Form der Ausfertigung</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;28</font>

<font size="2" face="arial">Erteilung der Ausfertigung</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;29</font>

<font size="2" face="arial">Vollstreckbarkeit der Vergleiche</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;30</font>

<font size="2" face="arial">Bescheinigung über die Erfolglosigkeit des Sühneversuchs</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;30a</font>

<font size="2" face="arial">Ausschluss der elektronischen Form</font>

<font face="arial" size="2">Zweiter Abschnitt<br></font><font face="arial" size="2">Sühneversuch in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;31</font>

<font size="2" face="arial">Sachliche Zuständigkeit, besondere Vorschriften</font>

<font face="arial" size="2">Dritter Teil<br></font><font face="arial" size="2">Kosten</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;32</font>

<font size="2" face="arial">Grundsatz</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;33</font>

<font size="2" face="arial">Kostenschuldner</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;34</font>

<font size="2" face="arial">Fälligkeit, Vorwegleistung, Zurückbehaltungsrecht</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;35</font>

<font size="2" face="arial">Einforderung und Beitreibung</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;36</font>

<font size="2" face="arial">Gebühren</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;37</font>

<font size="2" face="arial">Auslagen</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;38</font>

<font size="2" face="arial">Absehen von der Kostenerhebung</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;39</font>

<font size="2" face="arial">Einwendungen gegen den Kostenansatz</font>

<font face="arial" size="2">Vierter Teil<br></font><font face="arial" size="2">Entschädigung der Schiedsperson,<br>Gebührenanteil der Gebietskörperschaften</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;40</font>

<font size="2" face="arial">Entschädigung der Schiedsperson</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;41</font>

<font size="2" face="arial">Gebührenanteil der Gebietskörperschaften</font>


<font face="arial" size="2">Fünfter Teil<br></font>
<font face="arial" size="2">Übergangs- und Schlussbestimmungen</font>

<font size="2" face="arial">§§&nbsp;42 und 43</font>

<font size="2" face="arial">aufgehoben</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;44</font>

<font size="2" face="arial">Einwohnerzahl</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;45</font>

<font size="2" face="arial">Verwaltungsvorschriften</font>

<font size="2" face="arial">§§&nbsp;46 bis 51</font>

<font size="2" face="arial">aufgehoben</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;52</font><font size="2" face="arial">&nbsp;&nbsp;</font>

<font size="2" face="arial">In-Kraft-Treten</font>

<font size="2" face="arial">Erster Teil<br>Schiedsamt<br><br>§&nbsp;1<br>Einrichtung der Schiedsamtsbezirke</font>

<font size="2" face="arial">(1) Jede Verbandsgemeinde, jede verbandsfreie Gemeinde, jede große kreisangehörige Stadt und jede kreisfreie Stadt bildet einen Schiedsamtsbezirk.</font>

<font size="2" face="arial">(2) In jeder der in Absatz 1 genannten Gebietskörperschaften können mehrere Schiedsamtsbezirke eingerichtet werden, wenn dies im Interesse der Rechtsuchenden, insbesondere im Hinblick auf die Einwohnerzahl, die Gebietsgröße, wegen ungünstiger Verbindungen mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder sonst im öffentlichen Interesse erforderlich ist. Bezirke mit weniger als 5000 Einwohnern sollen nicht gebildet werden.</font>

<font size="2" face="arial">(3) Die Einrichtung mehrerer Schiedsamtsbezirke, deren Abgrenzung und die Bestimmung des Dienstsitzes der Schiedsperson obliegt dem Gemeinderat der jeweiligen Gebietskörperschaft.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;2<br>Aufgaben der Schiedsperson</font>

<font size="2" face="arial">Der in §&nbsp;380 der Strafprozessordnung vorgeschriebene Sühneversuch und ein Sühneversuch in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten werden nach Maßgabe dieses Gesetzes durch Schiedsfrauen und Schiedsmänner (Schiedspersonen) durchgeführt.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;3<br>Schiedsamt</font>

<font size="2" face="arial">(1) Für jeden Schiedsamtsbezirk ist eine Schiedsperson zu bestellen.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Die Schiedsperson ist Ehrenbeamter des Landes.</font>

<font size="2" face="arial">(3) Die Amtszeit der Schiedsperson beträgt fünf Jahre. Dies gilt auch dann, wenn sie an die Stelle einer vorzeitig aus dem Amt geschiedenen Schiedsperson tritt. Eine Schiedsperson, deren Amtszeit abgelaufen ist, bleibt bis zur Ernennung eines Nachfolgers im Amt.</font>

<font size="2" face="arial">(4) Wird eine Schiedsperson im Anschluss an ihre Amtszeit erneut für eine weitere Amtszeit berufen, so gilt das Beamtenverhältnis als nicht unterbrochen.</font>

<font size="2" face="arial">(5) Die Dienstaufsicht über die Schiedsperson üben die Behörden der Justizverwaltung aus, und zwar zunächst der Direktor des Amtsgerichts, in dessen Bezirk die Schiedsperson ihren Dienstsitz hat. Der Direktor des Amtsgerichts ist Dienstvorgesetzter der Schiedsperson.</font>

<font size="2" face="arial">(6) Der Schiedsperson soll eine Genehmigung, als Zeuge auszusagen, erteilt werden, wenn die Parteien zustimmen. Die Bestimmungen des Beamtenrechts bleiben im Übrigen unberührt; bei der Entscheidung über die Erteilung der Genehmigung ist jedoch auch zu berücksichtigen, dass die Vertrauensstellung der Schiedsperson beeinträchtigt und damit die Wirksamkeit des Sühneversuchs ernstlich gefährdet werden kann, wenn die Schiedsperson als Zeuge über Umstände vernommen wird, auf die sich ihre Verpflichtung zur Amtsverschwiegenheit bezieht.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;4<br>Besondere Voraussetzungen für die Ernennung zur Schiedsperson</font>

<font size="2" face="arial">(1) Der Bewerber für das Schiedsamt muss nach seiner Persönlichkeit und seinen Fähigkeiten für das Amt geeignet sein.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Zur Schiedsperson darf nicht ernannt werden,</font>

<font size="2" face="arial">1. wer infolge gerichtlicher Anordnung in der Befugnis, über sein Vermögen zu verfügen, beschränkt ist,</font>

<font size="2" face="arial">2. wer das Amt eines Staatsanwalts ausübt oder zum Hilfsbeamten der Staatsanwaltschaft bestellt ist,</font>

<font size="2" face="arial">3. wer als Rechtsanwalt zugelassen oder als Notar bestellt ist,</font>

<font size="2" face="arial">4. wer die Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten geschäftsmäßig ausübt,</font>

<font size="2" face="arial">5. wer zu einer der in Nummer 3 oder 4 genannten Personen in einem Dienst- oder ähnlichen ständigen Geschäftsverhältnis steht.</font>

<font size="2" face="arial">(3) Zur Schiedsperson soll nicht ernannt werden, wer</font>

<font size="2" face="arial">1. das 30. Lebensjahr nicht vollendet hat,</font>

<font size="2" face="arial">2. seinen Wohnsitz nicht im Schiedsamtsbezirk hat.</font>

<font size="2" face="arial">(4) Die für Ehrenbeamten geltenden Bestimmungen des Beamtenrechts bleiben unberührt.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;5<br>Bestellung der Schiedsperson</font>

<font size="2" face="arial">(1) Die Schiedsperson wird auf Vorschlag des Gemeinderats der Gebietskörperschaft, für deren Gebiet sie bestellt werden soll, von dem Direktor des Amtsgerichts ernannt.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Der Vorschlag ist innerhalb von drei Monaten seit der Aufforderung durch den Direktor des Amtsgerichts einzureichen. Dem Vorschlag ist die Einverständniserklärung des Bewerbers beizufügen.</font>

<font size="2" face="arial">(3) Lehnt der Direktor des Amtsgerichts die Ernennung des Bewerbers ab, so hat der Gemeinderat innerhalb von drei Monaten seit erneuter Aufforderung einen anderen Bewerber unter Beifügung seiner Einverständniserklärung vorzuschlagen. Geschieht dies nicht oder wird der abgelehnte Bewerber erneut vorgeschlagen, so ernennt der Direktor des Amtsgerichts eine geeignete Person.</font>

<font size="2" face="arial">(4) Die Ernennung der Schiedsperson und die Ablehnung einer Ernennung des Bewerbers in elektronischer Form sind ausgeschlossen.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;6<br>Besondere Beendigungsgründe für das<br>Beamtenverhältnis der Schiedsperson</font>

<font size="2" face="arial">(1) Das Beamtenverhältnis endet auch, wenn der Schiedsamtsbezirk durch eine Änderung der Bezirksgrenzen wegfällt. Der Dienstvorgesetzte gibt der ausgeschiedenen Schiedsperson den Tag der Beendigung des Beamtenverhältnisses und die Gründe schriftlich bekannt. Amtshandlungen, die die ausgeschiedene Schiedsperson bis zur Bekanntgabe vorgenommen hat, sind in gleicher Weise gültig, wie wenn sie eine Schiedsperson vorgenommen hätte.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Eine Schiedsperson ist zu entlassen, wenn sie sich nach ihrer Persönlichkeit oder ihren Fähigkeiten für das Amt als nicht geeignet erweist oder wenn Umstände vorhanden sind, bei deren Vorliegen nach </font><font size="2" face="arial">§&nbsp;4 Abs. 2</font><font size="2" face="arial"> eine Ernennung nicht erfolgen darf.</font>

<font size="2" face="arial">(3) Eine Schiedsperson soll entlassen werden, wenn Umstände vorhanden sind, bei deren Vorliegen nach </font><font size="2" face="arial">§ 4 Abs. 3</font><font size="2" face="arial"> eine Ernennung nicht erfolgen soll.</font>

<font size="2" face="arial">(4) Die Schiedsperson soll vor ihrer Entlassung schriftlich oder zur Niederschrift gehört werden.</font>

<font size="2" face="arial">(5) Die Bekanntgabe des Tages der Beendigung des Beamtenverhältnisses und der Gründe an die ausgeschiedene Schiedsperson nach Absatz 1 Satz 2 sowie die Entlassung einer Schiedsperson nach Absatz 2 oder Absatz 3 in elektronischer Form sind ausgeschlossen.</font>

<font size="2" face="arial">(6) Die für Ehrenbeamte geltenden Bestimmungen des Beamtenrechts bleiben unberührt.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;7<br>Vertretung der Schiedsperson</font>

<font size="2" face="arial">(1) Für die Schiedsperson ist ein Stellvertreter zu bestellen. Die </font><font size="2" face="arial">§§&nbsp;2 bis 6</font><font size="2" face="arial"> und </font><font size="2" face="arial">8</font><font size="2" face="arial"> finden entsprechende Anwendung. In Gebietskörperschaften, in denen mehrere Schiedsamtsbezirke eingerichtet sind, ist zum Stellvertreter einer Schiedsperson eine Schiedsperson eines anderen zur Gebietskörperschaft gehörenden Schiedsamtsbezirks zu bestellen.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Der Dienstvorgesetzte kann mit Zustimmung der Gemeinderäte der beteiligten Gebietskörperschaften anordnen, dass bestimmte Schiedspersonen des Amtsgerichtsbezirks sich auch dann gegenseitig vertreten, wenn die Schiedsamtsbezirke zu verschiedenen Gebietskörperschaften gehören.</font>

<font size="2" face="arial">(3) Sind die Schiedsperson und ihr Stellvertreter vorübergehend an der Ausübung ihres Amtes verhindert oder scheiden sie gleichzeitig aus dem Amt aus, so überträgt der Dienstvorgesetzte die einstweilige Wahrnehmung der Geschäfte der Schiedsperson oder dem Stellvertreter eines zum Amtsgerichtsbezirk gehörenden anderen Schiedsamtsbezirks.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;8<br>Kostenträger</font>

<font size="2" face="arial">(1) Das Land trägt die Kosten der Aufwendungen für die</font>

<font size="2" face="arial">1. Reisekostenvergütungen und Erstattungen von Auslagen bei Reisen aus besonderem Anlass,</font>

<font size="2" face="arial">2. Aus- und Fortbildung, die anlässlich von der obersten Dienstbehörde oder in deren Auftrag durchgeführter Aus- oder Fortbildungslehrgänge entstehen,</font>

<font size="2" face="arial">3. Erstattungen von Verdienstausfällen im Sinne des </font><font size="2" face="arial">§&nbsp;40 Abs. 2,</font>

<font size="2" face="arial">4. Heilverfahren und Unterhaltsbeiträge sowie für den Ersatz von Sachschäden bei Dienstunfällen,</font>

<font size="2" face="arial">5. Jubiläumszuwendungen.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Die Gebietskörperschaft, für die die Schiedsperson bestellt ist, trägt die Kosten der übrigen Aufwendungen. Sie stellt insbesondere den Sachbedarf bereit, soweit er zur ordnungsgemäßen Amtsausübung erforderlich ist. Auslagen, die nicht eingezogen werden können, fallen der Gebietskörperschaft zur Last.</font>

<font size="2" face="arial">Zweiter Teil<br>Aufgaben der Schiedsperson<br><br>Erster Abschnitt<br>Sühneversuch in Strafsachen</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;9<br>Sachliche Zuständigkeit</font>

<font size="2" face="arial">Die Schiedsperson ist die zum Zwecke des Sühneversuchs zuständige Vergleichsbehörde bei den Vergehen:</font>

<font size="2" face="arial">1. des Hausfriedensbruchs (§&nbsp;123 des Strafgesetzbuchs),</font>

<font size="2" face="arial">2. der Beleidigung (§§&nbsp;185 bis189 des Strafgesetzbuchs),</font>

<font size="2" face="arial">3. der Verletzung des Briefgeheimnisses (§&nbsp;202 des Strafgesetzbuchs),</font>

<font size="2" face="arial">4. der Körperverletzung (§§&nbsp;223 und 229 des Strafgesetzbuchs),</font>

<font size="2" face="arial">5. der Bedrohung (§&nbsp;241 des Strafgesetzbuchs),</font>

<font size="2" face="arial">6. der Sachbeschädigung (§&nbsp;303 des Strafgesetzbuchs).</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;10<br>Örtliche Zuständigkeit</font>

<font size="2" face="arial">(1) Für den Sühneversuch ist die Schiedsperson örtlich zuständig, in deren Bezirk der Antragsgegner wohnt.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Eine örtlich unzuständige Schiedsperson wird zuständig, wenn der Antragsgegner vor Antragstellung schriftlich in die Zuständigkeit eingewilligt hat.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;11<br>Ausschließung von der Amtsausübung</font>

<font size="2" face="arial">(1) Die Schiedsperson darf den Sühneversuch nicht durchführen in</font>

<font size="2" face="arial">1. eigenen Angelegenheiten, auch wenn die Schiedsperson nur mitberechtigt oder mitverpflichtet ist,</font>

<font size="2" face="arial">2. Angelegenheiten ihres Ehegatten, früheren Ehegatten oder ihres Verlobten,</font>

<font size="2" face="arial">3. Angelegenheiten einer Person, die mit der Schiedsperson in gerader Linie verwandt oder verschwägert oder in der Seitenlinie bis zum dritten Grade verwandt oder bis zum zweiten Grade verschwägert ist oder war,</font>

<font size="2" face="arial">4. Angelegenheiten einer Person, deren gesetzlicher Vertreter die Schiedsperson ist oder deren vertretungsberechtigtem Organ sie angehört,</font>

<font size="2" face="arial">5. Angelegenheiten einer Person, die die Schiedsperson in derselben Angelegenheit bevollmächtigt hat oder zu der sie in einem ständigen Dienst- oder ähnlichen ständigen Geschäftsverhältnis steht.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Die für Ehrenbeamte geltenden Bestimmungen des Beamtenrechts bleiben unberührt.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;12<br>Befreiung vom Sühneversuch</font>

<font size="2" face="arial">(1) Wohnt der Antragsteller nicht in der Verbandsgemeinde oder der Gemeinde, in der der Antragsgegner wohnt, so kann das für die Erhebung der Privatklage zuständige Gericht auf Antrag gestatten, dass von dem Sühneversuch abgesehen wird, wenn der Antragsteller von dem Ort, an dem der Sühnetermin stattfinden müsste, so weit entfernt wohnt, dass ihm unter Berücksichtigung seiner Verhältnisse und nach den Umständen des Falles nicht zugemutet werden kann, zu dem Sühnetermin zu erscheinen.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Das Gericht kann stattdessen dem Antragsteller gestatten, sich in dem Sühnetermin durch eine mit schriftlicher Vollmacht versehene verhandlungsfähige Person vertreten zu lassen. Das Gleiche gilt, wenn der Antragsteller auf längere Zeit verhindert ist, zum Sühnetermin zu erscheinen.</font>

<font size="2" face="arial">(3) Gegen die Entscheidung des Gerichts steht den Parteien die sofortige Beschwerde nach den Bestimmungen der Strafprozessordnung zu.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;13<br>Antrag auf Sühneversuch</font>

<font size="2" face="arial">(1) Der Antrag auf Durchführung des Sühneversuchs ist schriftlich einzureichen oder mündlich zur Niederschrift der Schiedsperson zu stellen.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Der Antrag soll Namen, Beruf, Familienstand, Geburtsdatum und Anschrift der Parteien, eine allgemeine Angabe des Gegenstandes der Verhandlung und die Unterschrift des Antragstellers enthalten.</font>

<font size="2" face="arial">(3) Wohnt der Antragsteller nicht in dem Bezirk der zuständigen Schiedsperson, so kann er den Antrag auch bei der Schiedsperson zur Niederschrift stellen, in deren Bezirk er wohnt. Die Niederschrift ist der zuständigen Schiedsperson unverzüglich zu übersenden.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;14<br>Ladung zum Sühnetermin</font>

<font size="2" face="arial">(1) Die Schiedsperson bestimmt den Sühnetermin und lädt die Parteien. Ist für den Antragsgegner ein Betreuer bestellt, so ist auch der Betreuer zu laden.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Dem Antragsgegner wird mit der Ladung eine Abschrift des Antrags oder eine zusammenfassende Darstellung seines wesentlichen Inhalts übermittelt.</font>

<font size="2" face="arial">(3) Der Antragsgegner ist in der Ladung auf die Folgen des Ausbleibens (</font><font size="2" face="arial">§&nbsp;16 Abs. 2</font><font size="2" face="arial">) hinzuweisen. Der Antragsteller wird auf die Folgen der Nichterstattung der Mitteilung (</font><font size="2" face="arial">§ 15 Abs. 2</font><font size="2" face="arial">) hingewiesen.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;15<br>Ausbleiben des Antragstellers</font>

<font size="2" face="arial">(1) Beabsichtigt der Antragsteller vor der zuständigen Schiedsperson in dem anberaumten Sühnetermin nicht zu erscheinen, so hat er dies spätestens bis zum dritten Tag vor dem Terminstag der Schiedsperson mitzuteilen.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Ist eine solche Mitteilung nicht erfolgt, so kann die Schiedsperson gegen den im Termin ausgebliebenen Antragsteller ein Ordnungsgeld von 5,- bis zu 75,- Deutsche Mark oder von 2,56 bis zu 38,35 Euro festsetzen. Die Festsetzung wird aufgehoben, wenn der Antragsteller sein Ausbleiben genügend entschuldigt.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;16<br>Ausbleiben des Antragsgegners</font>

<font size="2" face="arial">(1) Der Antragsgegner hat in dem vor der zuständigen Schiedsperson anberaumten Sühnetermin persönlich zu erscheinen. Bleibt er aus, so wird angenommen, dass er sich auf den Sühneversuch nicht einlassen will. Wohnen beide Parteien in der Verbandsgemeinde oder der Gemeinde, in der der Sühnetermin stattzufinden hat, so tritt diese Wirkung erst ein, wenn der Antragsgegner auch in einem zweiten Termin ausbleibt.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Die Schiedsperson kann gegen den Antragsgegner für jeden Fall des nicht genügend entschuldigten Ausbleibens ein Ordnungsgeld von 5,- bis zu 75,- Deutsche Mark oder von 2,56 bis zu 38,35 Euro festsetzen. Die Festsetzung wird aufgehoben, wenn der Antragsgegner sein Ausbleiben genügend entschuldigt.</font>

<font size="2" face="arial">(3) Die Absätze 1 und 2 finden entsprechende Anwendung, wenn sich der Antragsgegner vor dem Schluss der Verhandlung entfernt.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;17<br>Ordnungsgeldbescheid, Rechtsmittel</font>

<font size="2" face="arial">(1) Der Bescheid, durch den das Ordnungsgeld festgesetzt wird, ist dem Betroffenen zuzustellen. Der Betroffene ist über die Möglichkeit der Anfechtung und über die dafür vorgeschriebene Form und Frist zu belehren.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Auf Antrag des Betroffenen kann das Amtsgericht, in dessen Bezirk die Schiedsperson ihren Dienstsitz hat, das Ordnungsgeld herabsetzen oder den Bescheid aufheben. Die Entscheidung des Amtsgerichts ist endgültig. Der Antrag ist schriftlich bei der Schiedsperson oder dem zuständigen Amtsgericht binnen einer Frist von zwei Wochen, die mit der Zustellung des Bescheids beginnt, einzureichen. Erachtet die Schiedsperson den Antrag für begründet, so kann sie das Ordnungsgeld selbst herabsetzen oder den Bescheid aufheben. Entspricht die Schiedsperson dem Antrag nicht, so hat sie den Antrag unverzüglich dem zuständigen Amtsgericht vorzulegen. Das Amtsgericht kann Ermittlungen anstellen. Es entscheidet ohne mündliche Verhandlung durch Beschluss, der zu begründen ist. Das Verfahren vor dem Amtsgericht ist kostenfrei; Kosten werden nicht erstattet. Solange über den Antrag nicht endgültig entschieden ist, darf wegen des Ordnungsgeldes nicht vollstreckt werden.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;18<br>Verhandlung</font>

<font size="2" face="arial">(1) Die Verhandlung der Parteien vor der Schiedsperson ist mündlich und nicht öffentlich. Die Verhandlung soll in einem Termin beendet werden; erforderlichenfalls hat die Schiedsperson den Termin zur Fortsetzung der Verhandlung sofort zu bestimmen.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Die Verhandlung findet in deutscher Sprache statt. Wird unter Beteiligung von Personen verhandelt, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind, so kann die Partei, die nicht deutsch spricht, einen sprachkundigen Beistand zuziehen, der ihre Erklärungen ins Deutsche und die sonstigen Erklärungen, die in der Verhandlung abgegeben werden, in die Sprache dieser Partei übersetzt. Beherrscht die Schiedsperson die fremde Sprache, so kann sie die Erklärungen selbst übersetzen. Jede Partei kann verlangen, dass ein von der Schiedsperson auszuwählender Dolmetscher zugezogen wird. Beherrschen alle Beteiligten die fremde Sprache, so kann abweichend von Satz 1 in der fremden Sprache verhandelt werden.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;19<br>Vertretung durch Bevollmächtigte</font>

<font size="2" face="arial">Die Vertretung der Parteien durch Bevollmächtigte ist in dem Sühnetermin, unbeschadet des </font><font size="2" face="arial">§ 12 Abs. 2</font><font size="2" face="arial">, unzulässig. Juristische Personen, deren vertretungsberechtigtes Organ aus einer Personenmehrheit besteht, können sich durch Bevollmächtigte aus dieser Personenmehrheit vertreten lassen. Eltern als gesetzliche Vertreter ihrer ehelichen Kinder können sich aufgrund einer schriftlichen Vollmacht gegenseitig vertreten.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;20<br>Beistände der Parteien</font>

<font size="2" face="arial">(1) Die Schiedsperson kann Beistände der Parteien in dem Sühnetermin zurückweisen.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Nicht zurückgewiesen werden können</font>

<font size="2" face="arial">1. Rechtsanwälte,</font>

<font size="2" face="arial">2. Personen, denen von der zuständigen Behörde die Erlaubnis zur geschäftsmäßigen Besorgung fremder Rechtsangelegenheiten erteilt ist, sofern sich die Erlaubnis auf das Gebiet des Strafrechts erstreckt,</font>

<font size="2" face="arial">3. Beistände von blinden, sehbehinderten, gehörlosen und hörbehinderten Parteien, von Parteien mit eingeschränkter Sprechfähigkeit und von Parteien, die des Lesens, des Schreibens oder der deutschen Sprache nicht mächtig sind,</font>

<font size="2" face="arial">4. der gesetzliche Vertreter des Antragsgegners.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;21<br>Zeugen und Sachverständige</font>

<font size="2" face="arial">(1) Die Schiedsperson kann Zeugen und Sachverständige, die freiwillig vor ihr erschienen sind, hören.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Zur Beeidigung von Zeugen oder Sachverständigen, zur eidlichen Parteivernehmung sowie zur Entgegennahme von eidesstattlichen Versicherungen ist die Schiedsperson nicht befugt.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;22<br>Vergleich</font>

<font size="2" face="arial">(1) Schließen die Parteien einen Vergleich, so ist darüber eine Niederschrift aufzunehmen.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Die Niederschrift ist in deutscher Sprache aufzunehmen.</font>

<font size="2" face="arial">(3) Die Niederschrift enthält</font>

<font size="2" face="arial">1. den Ort und die Zeit des Sühnetermins,</font>

<font size="2" face="arial">2. Namen, Beruf, Familienstand, Geburtsdatum und Anschrift der erschienenen Parteien, gesetzlichen Vertreter, Bevollmächtigten und Beistände sowie die Angabe, wie sich die Schiedsperson über die Person der Erschienenen Gewissheit verschafft hat,</font>

<font size="2" face="arial">3. den Gegenstand des Streits,</font>

<font size="2" face="arial">4. die Vereinbarung der Parteien.</font>

<font size="2" face="arial">(4) Sind die Parteien der Schiedsperson nicht bekannt und können sie nicht nachweisen, dass sie diejenigen sind, für die sie sich ausgeben, so vermerkt die Schiedsperson diesen Umstand in der Niederschrift. Das Gleiche gilt, wenn die Schiedsperson Bedenken gegen die Geschäftsfähigkeit oder Verfügungsbefugnis der Parteien oder gegen die Berechtigung der gesetzlichen Vertreter hat. Vermag eine Partei nicht hinreichend zu hören oder zu sprechen, vermerkt die Schiedsperson in der Niederschrift, auf welche Art und Weise die Verständigung mit der Partei erfolgt ist.</font>

<font size="2" face="arial">(5) Kommt ein Vergleich nicht zustande, nimmt die Schiedsperson über die Erfolglosigkeit des Sühneversuchs einen Vermerk auf.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;23<br>Genehmigung der Niederschrift</font>

<font size="2" face="arial">Die Niederschrift ist den Parteien vorzulesen oder zur Durchsicht vorzulegen. In ihr ist zu vermerken, dass dies geschehen und die Genehmigung erteilt ist.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;24<br>Unterzeichnung der Niederschrift</font>

<font size="2" face="arial">(1) Die Niederschrift ist von den Parteien und der Schiedsperson in Anwesenheit aller Beteiligten eigenhändig zu unterschreiben.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Kann eine Partei nicht unterschreiben, so vermerkt die Schiedsperson, von welcher Partei und aus welchem Grund die eigenhändige Unterschrift unterblieben ist.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;25<br>Protokollbuch</font>

<font size="2" face="arial">(1) Die Schiedsperson schreibt die Niederschriften und die Vermerke über die Erfolglosigkeit des Sühneversuchs der Zeitfolge nach in ein ausschließlich dazu bestimmtes Buch (Protokollbuch) ein und versieht sie mit einer fortlaufenden Nummer.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Der Dienstvorgesetzte kann der Schiedsperson auf Antrag gestatten, die Niederschriften und die Vermerke auf einzelnen Blättern zu fertigen, die nach der Zeitfolge fortlaufend zu nummerieren und in Ordnern nach der Nummernfolge jahrgangsweise zu sammeln sind.</font>

<font size="2" face="arial">(3) Voll geschriebene oder unbrauchbar gewordene Protokollbücher gibt die Schiedsperson an das Amtsgericht, in dessen Bezirk sie ihren Dienstsitz hat, zur Aufbewahrung ab. Ist der Schiedsperson eine Erlaubnis nach Absatz 2 erteilt worden, so bewahrt sie die Ordner mit den Niederschriften und Vermerken eines Jahres drei Jahre lang auf und liefert sie dann an das Amtsgericht ab.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;26<br>Recht auf Ausfertigung oder Abschrift</font>

<font size="2" face="arial">Die Parteien oder deren Rechtsnachfolger erhalten auf Antrag eine Abschrift oder Ausfertigung der Niederschrift.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;27<br>Form der Ausfertigung</font>

<font size="2" face="arial">(1) Die Ausfertigung besteht aus der mit dem Ausfertigungsvermerk versehenen Abschrift der Niederschrift.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Der Ausfertigungsvermerk enthält die Angabe des Ortes und der Zeit der Ausfertigung und bezeichnet die Person, der die Ausfertigung erteilt wird. Die Schiedsperson versieht den Ausfertigungsvermerk mit ihrer Unterschrift und dem Landessiegel.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;28<br>Erteilung der Ausfertigung</font>

<font size="2" face="arial">(1) Die Ausfertigung wird von der Schiedsperson erteilt, die das Protokollbuch verwahrt. Vor der Aushändigung vermerkt sie auf der Niederschrift, wann und für wen sie die Ausfertigung erteilt hat.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Wird das Protokollbuch vom Amtsgericht verwahrt (</font><font size="2" face="arial"> §&nbsp;25 Abs. 3),</font><font size="2" face="arial"> so erteilt der Urkundsbeamte der Geschäftsstelle die Ausfertigung.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;29<br>Vollstreckbarkeit der Vergleiche</font>

<font size="2" face="arial">(1) Die vor der Schiedsperson geschlossenen Vergleiche sind vollstreckbar. Die Zwangsvollstreckung findet nicht statt gegen eine Partei, bei der einer der in </font><font size="2" face="arial">§&nbsp;22 Abs. 4 Satz 1 und 2</font><font size="2" face="arial"> genannten Umstände vorliegt.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Die Bestimmungen der Zivilprozessordnung über die Zwangsvollstreckung aus notariellen Urkunden sind entsprechend anzuwenden. Die Vollstreckungsklausel auf der gemäß den </font><font size="2" face="arial">§§ 27</font><font size="2" face="arial"> und </font><font size="2" face="arial">28</font><font size="2" face="arial"> herzustellenden Ausfertigung wird von dem Amtsgericht erteilt, in dessen Bezirk die Schiedsperson ihren Dienstsitz hat.</font>

<font size="2" face="arial">(3) Auf der Urschrift der Niederschrift über den Vergleich wird vermerkt, wann und von wem sowie für und gegen wen die Vollstreckungsklausel erteilt worden ist. Zu diesem Zweck hat das Amtsgericht, falls sich nicht das Protokollbuch in seiner Verwahrung befindet, die Schiedsperson von der Erteilung der Vollstreckungsklausel zu benachrichtigen.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;30<br>Bescheinigung über die Erfolglosigkeit des Sühneversuchs</font>

<font size="2" face="arial">(1) Eine Bescheinigung über die Erfolglosigkeit des Sühneversuchs erteilt die Schiedsperson nur, wenn der Antragsteller in dem Termin erschienen ist oder im Falle des </font><font size="2" face="arial">§ 12 Abs. 2</font><font size="2" face="arial"> sich hat vertreten lassen.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Die Schiedsperson versieht die Bescheinigung mit ihrer Unterschrift und dem Landessiegel. In der Bescheinigung sollen die Zeit der Straftat, das Datum des Eingangs des Antrags auf Durchführung des Sühneversuchs sowie Ort und Zeit der Ausstellung angegeben werden.</font>

<font size="2" face="arial">(3) Über die Ausstellung der Bescheinigung nimmt die Schiedsperson im Protokollbuch einen Vermerk auf.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;30 a<br>Ausschluss der elektronischen Form</font>

<font size="2" face="arial">Die in den </font><font size="2" face="arial">§§ 22 bis 30</font><font size="2" face="arial"> angeordnete Schriftform kann durch die elektronische Form nicht ersetzt werden.</font>

<font size="2" face="arial">Zweiter Abschnitt<br>Sühneversuch in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;31<br>Sachliche Zuständigkeit, besondere Vorschriften</font>

<font size="2" face="arial">(1) Auf Antrag einer Partei findet in bürgerlichen Rechtsstreitigkeiten über vermögensrechtliche Ansprüche ein Sühneversuch vor der Schiedsperson statt.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Die für den Sühneversuch in Strafsachen geltenden Bestimmungen finden mit Ausnahme der </font><font size="2" face="arial">§§ 9</font><font size="2" face="arial">, </font><font size="2" face="arial">12</font><font size="2" face="arial">, </font><font size="2" face="arial">14 Abs. 3 Satz 1</font><font size="2" face="arial"> sowie der </font><font size="2" face="arial">§§&nbsp;16</font><font size="2" face="arial"> und </font><font size="2" face="arial">30</font><font size="2" face="arial"> entsprechende Anwendung. Bleibt der Antragsgegner in dem vor der zuständigen Schiedsperson anberaumten Termin aus, so wird angenommen, dass er sich auf den Sühneversuch nicht einlassen will. </font><font size="2" face="arial">§&nbsp;20 Abs. 2 Nr. 2</font><font size="2" face="arial"> ist mit der Maßgabe anzuwenden, dass eine Erlaubnis für das Gebiet des bürgerlichen Rechts erforderlich ist. Einer Aufnahme des Vermerks über die Erfolglosigkeit des Sühneversuchs in das Protokollbuch (</font><font size="2" face="arial"> §&nbsp;25 Abs. 1</font><font size="2" face="arial">) bedarf es nicht.</font>

<font size="2" face="arial">(3) Die Schiedsperson soll den Sühneversuch ablehnen, wenn</font>

<font size="2" face="arial">1. für die Erhebung einer Klage die sachliche Zuständigkeit des Landgerichts begründet wäre,</font>

<font size="2" face="arial">2. die in </font><font size="2" face="arial">§&nbsp;22 Abs. 4 Satz 1 und 2</font><font size="2" face="arial"> genannten Umstände vorliegen,</font>

<font size="2" face="arial">3. ihr die Angelegenheit in tatsächlicher oder rechtlicher Hinsicht zu schwierig erscheint.</font>

<font size="2" face="arial">Die Ablehnung ist unanfechtbar.</font>

<font size="2" face="arial">Dritter Teil<br>Kosten</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;32<br>Grundsatz</font>

<font size="2" face="arial">Die Schiedsperson erhebt für ihre Tätigkeit Kosten (Gebühren und Auslagen) nur nach diesem Gesetz.</font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;33<br>Kostenschuldner</font>

<font size="2" face="arial">(1) Zur Zahlung der Kosten ist derjenige verpflichtet, der die Tätigkeit der Schiedsperson veranlasst hat.</font>

<font size="2" face="arial">(2) Kostenschuldner ist ferner</font>

<font size="2" face="arial">1. derjenige, der die Kostenschuld durch eine vor der Schiedsperson abgegebene oder der Schiedsperson schriftlich mitgeteilte Erklärung oder in einem Vergleich (</font><font size="2" face="arial">§&nbsp;22</font><font size="2" face="arial">) übernommen hat,</font>

<font size="2" face="arial">2. derjenige, der nach den Vorschriften des bürgerlichen Rechts für die Kostenschuld eines anderen kraft Gesetzes haftet,</font>

<font size="2" face="arial">3. hinsichtlich der Schreibauslagen derjenige, der die Erteilung von Ausfertigungen oder Abschriften beantragt hat.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">(3) Für die Entschädigung eines nach </font>
<font size="2" face="arial">§&nbsp;18 Abs. 2 Satz 4</font>
<font size="2" face="arial">hinzugezogenen Dolmetschers haftet auch die Partei, die die Hinzuziehung verlangt hat. Kann die Entschädigung des Dolmetschers nicht eingezogen werden, so wird sie der Schiedsperson aus der Staatskasse erstattet. Der Erstattungsantrag ist bei dem Amtsgericht zu stellen, in dessen Bezirk die Schiedsperson ihren Dienstsitz hat.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">(4) Mehrere Kostenschuldner haften als Gesamtschuldner.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;34<br>Fälligkeit, Vorwegleistung, Zurückbehaltungsrecht</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">(1) Gebühren werden mit der Beendigung des gebührenpflichtigen Geschäfts, Auslagen sofort mit ihrem Entstehen fällig.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">(2) Die Schiedsperson soll ihre Tätigkeit von der vorherigen Zahlung der voraussichtlich entstehenden Gebühren und Auslagen abhängig machen.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">(3) Bescheinigungen, Ausfertigungen, Abschriften und zurückzugebende Urkunden, die aus Anlass des Geschäfts eingereicht sind, können gegenüber dem Kostenschuldner zurückbehalten werden, bis die in der Angelegenheit entstandenen Kosten gezahlt sind.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;35<br>Einforderung und Beitreibung</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">(1) Die Kosten und Ordnungsgelder werden aufgrund einer dem Zahlungspflichtigen mitgeteilten, von der Schiedsperson unterschriebenen Berechnung eingefordert.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">(2) Die Kosten und Ordnungsgelder werden auf Ersuchen der Schiedsperson von der Gebietskörperschaft, für die sie bestellt ist, nach den Vorschriften des Landesverwaltungsvollstreckungsgesetzes vom 8. Juli 1957 (GVBl. S. 101, BS 2010-2) in der jeweils geltenden Fassung beigetrieben.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;36<br>Gebühren</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">(1) Für das Sühneverfahren wird eine Gebühr von 20,- Deutsche Mark oder 10,23 Euro erhoben. Kommt ein Vergleich zustande, so erhöht sich die Gebühr auf das Doppelte.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">(2) Die Schiedsperson kann unter Berücksichtigung der wirtschaftlichen Verhältnisse des Zahlungspflichtigen wegen des Umfangs oder der Schwierigkeit der Angelegenheit die Gebühr nach Absatz 1 auf höchstens 75,- Deutsche Mark oder 38,35 Euro erhöhen.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">(3) Sind auf der Seite einer Partei oder beider Parteien mehrere Personen am Sühneversuch beteiligt oder ist der Antragsteller zugleich Antragsgegner, so wird die Gebühr nach Absatz 1 nur einmal erhoben.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;37<br>Auslagen</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">(1) Als Auslagen werden erhoben</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">1. für Ausfertigungen und Abschriften, die auf Antrag erteilt werden, Schreibauslagen nach Maßgabe des §&nbsp;136 Abs. 3 der Kostenordnung,</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">2. für jeden Weg, den die Schiedsperson zur Durchführung einer Amtshandlung außerhalb ihres Geschäftsraums zurücklegen muss, ein Wegegeld von 3,- Deutsche Mark oder 1,53 Euro,</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">3. die der Schiedsperson bei der Durchführung einer Amtshandlung entstehenden notwendigen baren Auslagen in tatsächlicher Höhe; Fahrkosten jedoch nur insoweit, als sie das Wegegeld nach Nummer 2 übersteigen.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">Die erste nach </font>
<font size="2" face="arial">§&nbsp;26</font>
<font size="2" face="arial">erteilte Ausfertigung oder Abschrift ist für jede Partei von Schreibauslagen frei.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">(2) Die Entschädigung eines nach </font>
<font size="2" face="arial">§ 18 Abs. 2 Satz 4</font>
<font size="2" face="arial">hinzugezogenen Dolmetschers zählt zu den baren Auslagen. Die Höhe der Entschädigung richtet sich nach dem Gesetz über die Entschädigung von Zeugen und Sachverständigen in der Fassung vom 1. Oktober 1969 (BGBl. I S. 1756) in der jeweils geltenden Fassung. Die Entschädigung ist auf Antrag der Schiedsperson oder des Dolmetschers von dem Amtsgericht, in dessen Bezirk die Schiedsperson ihren Dienstsitz hat, festzusetzen. §&nbsp;16 Abs. 2 bis 5 des Gesetzes über die Entschädigung von Zeugen und Sachverständigen findet entsprechende Anwendung.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;38<br>Absehen von der Kostenerhebung</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">Die Schiedsperson kann ausnahmsweise, wenn dies mit Rücksicht auf die wirtschaftlichen Verhältnisse des Zahlungspflichtigen oder sonst aus Billigkeitsgründen geboten erscheint, die Gebühren ermäßigen oder von der Kostenerhebung ganz oder teilweise absehen.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;39<br>Einwendungen gegen den Kostenansatz</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">Über Einwendungen des Kostenschuldners gegen den Kostenansatz oder gegen Maßnahmen nach </font>
<font size="2" face="arial">§ 34 Abs. 2 oder 3</font>
<font size="2" face="arial">entscheidet das Amtsgericht, in dessen Bezirk die Schiedsperson ihren Dienstsitz hat. Die Entscheidung ist endgültig; sie ergeht kostenfrei. Kosten werden nicht erstattet.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">Vierter Teil<br>Entschädigung der Schiedsperson,<br>Gebührenanteil der Gebietskörperschaften</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;40<br>Entschädigung der Schiedsperson</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">(1) Der Schiedsperson verbleiben als pauschale Aufwandsentschädigung 60 vom Hundert der nach </font>
<font size="2" face="arial">§&nbsp;36</font>
<font size="2" face="arial">erhobenen Gebühren.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">(2) Neben der pauschalen Aufwandsentschädigung erhält die Schiedsperson Erstattung nachgewiesener Verdienstausfälle, die ihr infolge einer vom Dienstvorgesetzten genehmigten Teilnahme an Aus- oder Fortbildungslehrgängen im Sinne des </font>
<font size="2" face="arial">§&nbsp;8 Abs. 1 Nr. 2</font>
<font size="2" face="arial">oder an vom Dienstvorgesetzten angeordneten Dienstbesprechungen oder anlässlich ihrer Ernennung entstehen, bis zur Höhe der einem ehrenamtlichen Richter für Verdienstausfall zu gewährenden Entschädigung.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">(3) Die nach </font>
<font size="2" face="arial">§ 37 Abs. 1 Nr. 2 und 3</font>
<font size="2" face="arial">erhobenen Auslagen verbleiben der Schiedsperson in voller Höhe. Die Bestimmungen des Landesreisekostengesetzes finden auf Dienstreisen und Dienstgänge der Schiedsperson zur Durchführung einer Amtshandlung keine Anwendung.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">(4) Die Bestimmungen gelten für den Stellvertreter der Schiedsperson entsprechend.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;41<br>Gebührenanteil der Gebietskörperschaften</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">Die Gebietskörperschaft, für die die Schiedsperson bestellt ist, erhält</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">1. 40 vom Hundert der nach </font>
<font size="2" face="arial">§ 36</font>
<font size="2" face="arial">erhobenen Gebühren,</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">2. die nach </font>
<font size="2" face="arial">§&nbsp;37 Abs. 1 Nr. 1</font>
<font size="2" face="arial">erhobenen Schreibauslagen in voller Höhe,</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">3. die nach den </font>
<font size="2" face="arial">§§&nbsp;15</font>
<font size="2" face="arial">und </font>
<font size="2" face="arial">16</font>
<font size="2" face="arial">festgesetzten Ordnungsgelder in voller Höhe.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">Fünfter Teil<br>Übergangs- und Schlussbestimmungen</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2"><font face="arial">§§&nbsp;42 und 43<br><em>(aufgehoben)</em></font></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;44<br>Einwohnerzahl</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">Soweit nach diesem Gesetz die Einwohnerzahl von rechtlicher Bedeutung ist, gilt §&nbsp;130 der Gemeindeordnung entsprechend.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;45<br>Verwaltungsvorschriften</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">(1) Die zur Durchführung dieses Gesetzes erforderlichen Verwaltungsvorschriften werden von dem für die Angelegenheiten der Rechtspflege und dem für das Kommunalrecht zuständigen Ministerium gemeinsam erlassen. Verwaltungsvorschriften zur Durchführung des </font>
<font size="2" face="arial">§&nbsp;8</font>
<font size="2" face="arial">ergehen im Einvernehmen mit dem für das Haushaltsrecht zuständigen Ministerium.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">(2) Das für die Angelegenheiten der Rechtspflege zuständige Ministerium wird ermächtigt, durch Verwaltungsvorschrift die Zuständigkeit für die Ausfertigung von Dankurkunden bei 25-jährigen Dienstjubiläen abweichend von §&nbsp;7 Abs. 2 Satz 2 der Jubiläumszuwendungsverordnung in der Fassung vom 19. Dezember 1967 (GVBl. S. 336), zuletzt geändert durch Verordnung vom 11. Januar 1994 (GVBl. S. 54), BS 2030-1-7, zu regeln.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2"><font face="arial">§§&nbsp;46 bis 51<br><em>(aufgehoben)</em></font></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">§&nbsp;52<br>In-Kraft-Treten</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">Dieses Gesetz tritt mit Ausnahme der </font>
<font size="2" face="arial">§§&nbsp;1</font>
<font size="2" face="arial"></font>
<font size="2" face="arial">3 bis 8</font>
<font size="2" face="arial"></font>
<font size="2" face="arial">40 Abs. 2</font>
<font size="2" face="arial">und der </font>
<font size="2" face="arial">§§&nbsp;43 bis 45</font>
<font size="2" face="arial">am ersten Tage des auf die Verkündung folgenden elften Kalendermonats in Kraft. Die </font>
<font size="2" face="arial">§§&nbsp;1</font>
<font size="2" face="arial"></font>
<font size="2" face="arial">3 bis 8,</font>
<font size="2" face="arial">40 Abs. 2</font>
<font size="2" face="arial">sowie die </font>
<font size="2" face="arial">§§&nbsp;43</font>
<font size="2" face="arial">und </font>
<font size="2" face="arial">44</font>
<font size="2" face="arial">treten am ersten Tage des auf die Verkündung folgenden dritten Kalendermonats in Kraft. </font>
<font size="2" face="arial">§&nbsp;45</font>
<font size="2" face="arial">tritt am Tage nach der Verkündung in Kraft.</font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial"></font>

<font size="2" face="arial">Die Bestimmung betrifft das In-Kraft-Treten des Gesetzes in der ursprünglichen Fassung vom 14. 12. 1977. Das Gesetz in der Fassung vom 12. 4. 1991 gilt ab 1. 5. 1991.</font>

<font size="2" face="arial">Seitenanfang</font>

 

<font face="arial" size="2">Schiedsmann Gemeinde Grafschaft, letzte Bearbeitung: 19. Jan. 2004</font>